Besuche in Nigeria

Reiseberichte der Jahre 2005, 2006, 2008 und 2009.
 

Reisebericht Sommer 2005

Daniel und Martin's erster Aufenthalt in Nigeria

Daniel und Martin besuchten zusammen mit Pfarrer Ekeugo Kenneth erstmals Nigeria und das Dorf Hopeville. Daniel unterrichtete in der Hopeville-Schule und Martin arbeitete in der orthopädischen Werkstatt mit.
 

Reisebericht Juli 2006 (17-30. Juli)

Martin und Rainer Oggier

Die Vorfreude auf meine zweite Reise nach Nigeria war riesengross. Als ich dann aber im Flugzeug von Milano nach Lagos sass, war es doch ein sehr spezielles Gefühl. ich beIab mich nicht mehr auf eine Reise ins Ungewisse wie im letzten Sommer. Aber trotzdem, Gedanken und Fragen wühlten mich auf... Diese waren aber kurz nach der Ankunft verflogen. Denn ich fühlte mich sofort wieder wie „zu Hause“. Die offene und ehrliche Art, wie unsere Freunde in Nigeria uns willkommen hiessen war einfach wunderbar! Dieses Jahr reisten wir im Vierertrupp nach Nigeria, zusammen mit Kenneth Ekeugo, Edward Arnold und Rainer Oggier.

Da Daniel und ich meinen Trip sehr gut vorbereitet hatten, fiel mir vor Ort vieles leichter! Denn nun galt es unserem Verein „ein konkretes Gesicht“ zu verpassen, d.h. mit den Marist Brüdern, insbesondere Bruder Lazarus, vor Ort über einzelne Projekte zu diskutieren, Erwartungen anzupassen/ anzugleichen und über die kurz-mittelfristigen Pläne zu entscheiden.

Besonders wichtig war ein Treffen mit Bruder Andrew, dem Vize-Verantwortlichen der Marist Brüder in Nigeria, sowie Klosterfrau Vianney, der „Baudirektorin“ des neuen Spitalzentrums von Hopeville. Der Neubau des Spitals ist unser Hauptprojekt; hiervon profitieren nicht nur die „Bewohner“ von Hopeville, sondern alle Menschen der Region Uturu. Im Januar 2007  wird mit den Arbeiten begonnen. Genauere Infos sowie Pläne der Gebäude werden Sie bald auf unserer Homepage finden. Zwei weitere kleinere Projekte wurden bereits in Angriff genommen. Das erste ist die Renovation der sanitären Anlagen der Behindertenwohnhäuser in Hopeville und das zweite; aufgrund der Regenzeit dringend notwendige; eine Kompletterneuerung des Lagerhausdaches der orthopädischen Werkstatt. Denn es regnet viel in der Regenzeit, sehr viel! 

Zwei Wochen ist eine sehr kurze Zeit! Trotzdem wurde mir wiederum bewusst, dass die Menschen in Hopeville unsere Hilfe wirklich brauchen und auch dankend annehmen. Um Administrationskosten zu sparen, versenden wir keine Dankeskarten an unsere Spender/-innen und Unterstützer, daher möchten wir uns auf diesem Wege recht herzlich bei Ihnen bedanken, denn ohne Ihre grosszügige Hilfe wäre dies alles nicht möglich. Es bewegt sich etwas und es wird sich noch mehr bewegen! Oder wie Albert Schweizer sagte: „Wir müssen aus dem Schlafe erwachen und unsere Verantwortung sehen.“ Also hoffen wir weiterhin auf Ihre tatkräftige Hilfe.

Merci - Martin & Daniel
 

Reisebericht 2008 (11.-25. Mai)

Daniel's dritte Reise nach Nigeria

Am 11. Mai bin ich zum dritten Mal für zwei Wochen nach Afrika gereist. Auf dieser wunderschönen und interessanten Reise hat mich meine Mutter begleitet. Die Vorfreude war wie immer gross, denn jede Reise nach Afrika bringt neue Erkenntnisse und Eindrücke mit sich. Im Flugzeug von Europa nach Nigeria wurde mir erneut bewusst, wie klein die Reisedistanz (4 Stunden von Madrid nach Lagos), wie gross jedoch die alltäglichen Unterschiede in Nigeria verglichen mit Europa, sind.  Der Flug ging weiter von Lagos nach Enugu (Hopeville). Dort wurden wir vom nigerianischen Oberhaupt der Maristen Brüder, Bruder Christian persönlich in Empfang genommen, was eine grosse Ehre für uns war. Er lässt seine Grüsse an Euch richten und bedankt sich für die grosszügige Hilfe aus der Schweiz. Auf dem Weg nach Hopeville besuchten wir im Spital von Enugu Bruder Lazarus (Er ist zuständig für Hopeville und unsere Kontaktperson). Im Dezember letzten Jahres  hat er einen Hirnschlag erlitten und verweilt derzeit im Spital. Schweizer Schokolade als kleines Präsent vermochte Ihn in ein kleines Lächeln zu versetzen. Aufgrund dieses Vorfalls wurde ein neuer Leiter, Bruder Jude, als Ersatz von Bruder Lazarus beauftragt, sich um dieses Projekt zu kümmern.

In Hopeville wurden wir herzlichst willkommen geheissen und von allen Leuten mit Freude begrüsst. Das Hauptziel der Reise bestand jedoch darin, mich mit den verantwortlichen Leuten von Hopeville zu treffen und so erste Einblicke in Bezug auf den Spitalneubau zu gewinnen. In einem einstündigen Gespräch mit Schwester Vianney (Spitalvorgesetzte), Bruder Jude (Leiter Hopeville) und Bruder Celestine (Organisationsrat Spitalneubau) wurden folgende wichtige Punkte erwähnt:-         

Der ursprüngliche Spitalbau mit mehreren Gebäuden wurde in eine zwei stöckige Spitalkonstruktion umgetauscht um Baulandkosten zu sparen. Die Gewährung des Baurechts liegt momentan beim Ministerium für Gesundheit vor und wird in Kürze erwartet. Ziegelsteine werden bereits selber geformt und liegen zur Konstruktion des Gebäudes vor.Aufgrund der Regenzeit ist das ganze Bauland von Gestrüpp überwachsen.

Der Bau des Fundaments wird erst Anfangs Trockenzeit im Dezember begonnen.

Beim Besuch in Hopeville wurde mir erneut bewusst, wie sehr doch die Leute in Hopeville Bildung und Gesundheit brauchen können. Deshalb ist es wichtig, auch unsererseits einen gewissen Beitrag zu leisten um das Leiden dieser Menschen ein wenig zu mildern. Bei unserer Anwesenheit konnte ich die Wärme dieser Leute spüren, und das gibt mir die Kraft, mich stets für das Wohlergehen einzusetzen. Es war wiederum eine schöne Erfahrung, nach Nigeria zu reisen und sich mit den Leuten zu unterhalten. Man fühlt sich willkommen und schnell zuhause, was ich sehr schätze. Die Leute von Hopeville möchten Euch, geschätzte Spender, Ihr Dankschön aussprechen und hoffen auf weitere Unterstützung. Martin und ich sind überzeugt, dass wir schon einiges bewegen konnten, sich jedoch in Zukunft noch mehr bewegen wird. Wir hoffen auch weiterhin auf Eure tatkräftige Mithilfe zum Spitalneubau und danken jetzt schon herzlichst. 

Merci - Daniel & Martin
 

Reisebericht 2009 (September)

Martin, Daniel und Diego Zeiter

Liebe Hopeville Freunde
Mit grosser Freude berichten wir Euch von unserer erneuten Reise nach Nigeria. Am Samstag, den 12. September, brachen wir in Begleitung von Diego Zeiter aus Gamsen wiederum in Richtung des schwarzen Kontinents auf. Nach einer Nacht in der Hauptstadt Abuja landeten wir in Enugu, einer grösseren Stadt im Südosten von Nigeria. Neben dem Besuch der für unsere Projekte verantwortlichen Maristen Brüder und mehreren Aufenthalten in Hopeville wurde viel Zeit mit Freunden und Bekannten verbracht.

Nach zwei erfolgreich realisierten Projekten (Dachbau/ Renovierung von sanitären Anlagen) fassten wir vor fast drei Jahren die Absicht das Spital in Hopeville neu zu errichten. Die medizinische Grundversorgung ist eines der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse. Mit grossem Enthusiasmus sammeln wir seither Geld für das Projekt Spitalneubau. Beim diesjährigen Besuch musste festgestellt werden, dass sowohl der Spitalneubau in einer erneuten Reorganisation bzw. Planungsphase steckt sowie dass die Brüder in Ihrer Umsetzungsfähigkeit und Entscheidungsfindung eher langsam agieren. Nach gegenseitiger Übereinkunft mit den Maristen Brüdern haben wir entschieden, dass nun einerseits die Infrastruktur des in Hopeville bereits bestehenden Spitals, welches sich in einem desolaten Zustand befindet, umgehend renoviert und teilweise neues Inventar angeschafft wird. Andererseits wird in Zukunft ein neuer, pragmatischerer Weg eingeschlagen.

Der Verein Hopeville wird neu mit Pfarrer Dr. Kenneth Ekeugo, Pfarrer der Gemeinde Gampel, zusammenarbeiten. Herr Pfarrer Ekeugo hat in seinem Dorf Amagu, welches sich rund 20 Gehminuten von Hopeville entfernt befindet, bereits eine Dorfhalle und ein Schulgebäude aufgebaut. Diese neue Zusammenarbeit soll mit Amagu als einem Dorf der Hoffnung assoziiert werden, wo junge sowie alte Leute Zugang zu Gesundheitsleistungen als auch Bildung erhalten sollen. Der Verein wird mit den restlichen vorhandenen und zukünftigen finanziellen Mitteln einen Spitalneubau in Amagu ermöglichen können, wobei die definitiven Zusagen für die Fertigstellung der ersten Etappe bis Ende 2010 schon vorliegen. Der Spitalneubau wird neben der Dorfhalle entstehen. Sämtliche Pläne wurden im November 2009 von einem nigerianischen Architekten, Herr Daniel Anyiam Ekwuribe, Managing Director of Alaks Consults Nig., ausgearbeitet und dem Verein unterbreitet. Pfarrer Kenneth Ekeugo wird Ende Dezember 2009 nach Nigeria reisen und sich dabei auch um die ersten Arbeiten kümmern. Wir haben diese Entscheidungen in guter Annahme getroffen, dass die Leute die uns bis anhin unterstützt haben, Ihr Geld für ein Spitalneubau gespendet haben, unabhängig von der örtlichen Lage des Spitals. Viel wichtiger ist es unserer Meinung nach, dass das gespendete Geld effektiv und effizient für einen Spitalneubau eingesetzt wird. Wir möchten unsere Verantwortung gegenüber Ihnen wahrnehmen und dementsprechend handeln.